Angestellte im Glück, Beamte im Pech
20.11.2003 / LOKALAUSGABE / DüSSELDORF
Die Zweiklassengesellschaft in der Stadtverwaltung bereitet
Personaldezernentin Ulrike Löhr Kopfschmerzen. Hintergrund
sind die vom Land verordneten Kürzungen beim Weihnachtsgeld
und die Streichung des Urlaubsgeldes - das betrifft nur die
2500 Beamten, nicht die rund 6000 Angestellten.
Die Stadt, so Löhr gestern im Rat, habe beim Land angeregt,
Beamtenregelungen nur parallel zu tarifvertraglichen Änderungen
bei den Angestellten umzusetzen. "Nun besteht erhöhter
Motivationsbedarf, um die Schlagkraft der Verwaltung zu erhalten",
sagte Löhr.
Beamte erhalten in den Besoldungsgruppen A2 bis A6 ab 2004
ein Weihnachtsgeld in Höhe von 84,29 Prozent ihrer Monatsbezüge,
in den Gruppen A7 und A8 sowie deren Anwärter 70 Prozent,
die übrigen Besoldungsgruppen 50 Prozent.
Bei Empfängern von Versorgungsbezügen sinkt das Weihnachtsgeld
in A7 und A8 erst auf 70, dann auf 60 Prozent, in den übrigen
Gruppen erst auf 47, dann auf 37 Prozent. (fp)
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