Zum Anfang

 

Stadt hebt Stellen der Wehrmänner an

23.12.2003 / LOKALAUSGABE / OBERHAUSEN


FINANZEN / Neue Besoldungsstruktur, doch wegen des bestehenden Beförderungsstopps nicht mehr Geld in der Tasche.

Als "Schritt in die richtige Richtung" wurde gestern von Oberhausener Feuerwehrleuten die Entscheidung von Politik, Verwaltung und Personalrat gewertet, die Besoldungsstruktur bei der örtlichen Berufswehr zu verbessern.

OB Burkhard Drescher machte allerdings deutlich, dass sich die von der Stellenbewertungskommission ausgesprochenen Besoldungsverbesserungen vorerst nicht in zusätzlichen Euro und Cent auf dem Gehaltskonto niederschlagen werden. Dagegen stünde der von Regierungspräsident Jürgen Büssow ausgesprochene Beförderungsstopp.

Der OB war sich mit dem Personalratschef Andre´ auf der Heiden einig, dass die derzeit ausgeschlossenen Beförderungen, aber auch die Kürzungen beim Urlaubs- und beim Weihnachtsgeld der Beamten, "kontraproduktiv sind beim Bemühen, wirklich Geld einzusparen." Denn: Dafür benötige man motivierte Mitarbeiter.

Beförderungsstopp nicht förderlich

Auf der Heiden meldete bei aller Freude über die neue Besoldungsstruktur Bedenken an: Ob es für die Feuerwehrleute erfreulich sei, eine höherwertige Arbeit ohne entsprechende Bezahlung zu machen, sei fraglich. Dem RP müsse im neuen Jahr klar gemacht werden, dass die Streichung der Beförderungsquote von jährlich 2,5 Prozent (19 Stellen) die Verwaltung nicht rette und deshalb "nicht zielfördernd" sei. Und: Weil sich Büssow darauf berufe, lediglich ausführendes Organ zu sein, müsse eine politische Antwort auf der Ebene des Innenministeriums gesucht werden.

"Die Gemeindeaufsicht wird sich in 2004 bewegen müssen, und tut das hoffentlich in die richtige Richtung", bemerkte der SPD-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Große Brömer. Er konstatierte, dass die Stadt das ihr Mögliche getan habe und erntete damit bei den Wehrmännern Zustimmung. Oberinspektor Michael Bröker: "Wir sind der Meinung, dass die Oberhausener Möglichkeiten ausgeschöpft sind und beenden deshalb unseren symbolischen Protest." Bröker stellte klar, dass auch nach Übergabe der Rufmelder an den OB zu jeder Zeit die volle Einsatzbereitschaft der Berufswehr und damit die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet gewesen sei. Es habe ein Alarmplan existiert, mit dem 48 spezialisierte Kollegen bei Bedarf binnen Kürze hätten mobilisiert werden können - über Rufmelder.

VOLKER STROMMENGER

 





 
 
Die Inhalte auf dieser und den übrigen Seiten sowie die Gestaltung der Seiten unterliegen dem Urheberrecht des Zeitungsverlags Niederrhein GmbH & Co. Die Verbreitung ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages zulässig. Dies gilt auch für die Aufnahme in elektronische Datenbanken und Vervielfältigung auf CD-ROM.
© NRZ, Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages

Die Seiten sind für den IE 4 und aufwärts optimiert. Flash, Javascript und CSS müssen möglich und aktiviert sein.
Bildschirmauflösung 800 x 600 oder höher. PDF-Datei sind mit dem Acrobat Reader zu lesen.
Stand: März 2003 Version 2,6
webmaster @ F.S.