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Falsch wiedergegeben

09.04.2003 / LOKALAUSGABE / OBERHAUSEN


Falsch wiedergegeben


Zum Artikel "Wenn es an der Verhandlungsfront brennt" (31.3.):

Nach einer Info-Veranstaltung der Berufsfeuerwehr Oberhausen auf dem CentrO-Gelände wurden einige Aussagen in der Berichterstattung falsch wiedergegeben.

Bei einem Eingangsamt A 7 fordern wir den prüfungsfreien Aufstieg nach A 9 für alle Kollegen im mittleren Dienst. Das wären zwei Regelbeförderungen innerhalb der gesamten Feuerwehrlaufbahn. Dass man sich hierfür durch eine Vielzahl von erfolgreich abgeschlossenen Sonderlehrgängen (z.B. Taucher, Leitstellendisponent, Maschinist für alle Lösch- und Sonderfahrzeuge) qualifizieren muss, steht außer Frage.
Bis vor einigen Jahren hatten Polizei- und Feuerwehrbeamte eine ähnliche Besoldungsstruktur. Durch eine bessere Lobby bei den Entscheidungsträgern wurde die Laufbahnverordnung bei der Polizei geändert, der mittlere Dienst abgeschafft. Der Zug der Feuerwehrleute wurde davon abgekoppelt.

Durch die Bundesgesetzgebung müssen Einschnitte (z.B. Verminderung der Pensionsansprüche von 75 % auf 71,75 %) hingenommen werden. Bei der Berechnung geht man von einer Lebensarbeitszeit von 40 Jahren aus. Bei einem durchschnittlichen Eintrittsalter von 23 Jahren bei der Wehr
(Schul- und Berufsausbildung) bleiben aber nur 37 Jahre für das Erreichen des Pensionsanspruches zum 60. Lebensjahr. Bei vorzeitiger Dienstuntauglichkeit (z.B. Atemschutzuntauglichkeit) sind weitere Abzüge fällig.

Wir sind der Meinung, dass bei diesen Berechnungen die besondere Situation der Feuerwehrleute nicht berücksichtigt wurde. Weitere Kürzungen für die nahe Zukunft werden schon diskutiert. Wir werden es nicht mehr stumm hinnehmen.

Bei der Berichterstattung könnte der Eindruck entstehen, ich hätte behauptet, die genannten Kürzungen würden durch die Kommunalpolitik entschieden. Hiermit stelle ich klar, alle oben genannten Kürzungen wurden durch die Bundes- und Landesgesetzgebung diktiert. Die Aussage, dass Krankentransporte nur in der dienstfreien Zeit durchgeführt werden, ist falsch und wurde nie geäußert. Durch meine mittlerweile 28-jährige Zugehörigkeit zur Berufsfeuerwehr Oberhausen glaube ich, die internen Abläufe bestens zu kennen.

Die Bürger dieser Stadt können an 365 Tagen im Jahr zu jeder Tages- und Nachtzeit die Leistungen einer motivierten, gut ausgebildeten, auf hohem technischen Niveau fahrenden Feuerwehr anfordern. Das gilt für den Rettungsdienst und Krankentransport in gleichem Maße wie für die Brandbekämpfung und technische Hilfeleistungen.

Hermann Vogt,

Hauptbrandmeister, im Namen der Beamten, die
für die Info-Veranstaltung am CentrO
verantwortlich waren


 
 
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Stand: März 2003 Version 2,6
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