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Feuerwehr will nicht noch mehr arbeiten

30.08.2003 / LOKALAUSGABE / OBERHAUSEN


Feuerwehr will nicht noch mehr arbeiten

Beschäftigte beschließen Resolution

Um über die Entlohnung der Feuerwehrbeamten zu diskutieren, führte der Personalrat der Stadt Oberhausen eine Teilpersonalversammlung durch. Aus diesem Anlass verabschiedeten die anwesenden Feuerwehrleute eine Resolution zum Kabinettsbeschluss der Landesregierung.

Das teilt Andre auf der Heiden, Personalratsvorsitzender der Stadtverwaltung, mit. Er führt ferner aus: "Das betrifft u.a. die Absicht der Landesregierung, das Weihnachts- und Urlaubsgeld zu kürzen bzw. zu streichen. Zudem soll die Arbeitszeit für Beamte von 33,8 auf 41 Wochenstunden erhöht werden." Die Feuerwehrleute lehnen das einstimmig ab: Es werde deutlich, dass eimal mehr die Beschäftigen des öffentlichen Dienstes missbraucht werden sollen, um infolge verfehlter Wirtschafts- und Steuerpolitik Haushaltskonsolidierung zu betreiben. Die Streichung des Weihnachts- und Urlaubsgeldes sei dabei kontraproduktiv, werde sie doch die Kaufkraft mindern.
Die Ankündigung, die Wochenarbeitszeit auf 41 Stunden zu erhöhen, habe ebenso weitreichende Folgen. Sie stelle die für 2004 geplante Einstellung von Brandmeistern in Frage.
Außerdem sei sie rechtlich problematisch. So würde die geplante Arbeitszeiterhöhung mit Blick auf die Dienstpläne eine Arbeitszeit von über 56 Wochenstunden bedeuten. Dies würde den bestehenden EU-Richtlinien widersprechen. Schon jetzt seien die üblichen 24-Stunden-Dienste nicht richtlinienkonform.

Die Feuerwehrleute fordern den Stadtrat auf, der Einstellung von zehn Brandmeister-Anwärtern für das kommende Jahr zuzustimmen und einer gegebenenfalls auch in Oberhausen beabsichtigten Arbeitszeiterhöhung eine Absage zu erteilen. Der Personalrat sieht in den Plänen den politischen Versuch, über die einseitigen Veränderungen bei den Beamten die "Brechstange" an die bestehenden Tarifverträge anzusetzen.






 
 
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Stand: März 2003 Version 2,6
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