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"Das Fass läuft über"

WAZ/06.10.2003 / LOKALAUSGABE / OBERHAUSEN


"Jetzt ist Schluss": Die Berufsfeuerwehrleute überreichen OB Drescher (3.v.l.) ihre Funkmelde-Empfänger.

Nu´ ist das Fass übergelaufen: Gut 70 wütende Feuerwehrleute überreichten Oberbürgermeister Burkhard Drescher gestern aus Protest über geplante Gehaltskürzungen vor der Ratssitzung im Rathaus ihre Funkmelde-Empfänger.

Kürzung des Weihnachtsgeldes, Streichung des Urlaubsgeldes, Erhöhung der Wochenarbeitszeit: "Da unser Dienstherr seiner Fürsorgepflicht nicht mehr nachkommt, erbringen wir auch keine freiwilligen Leistungen mehr", bringt Michael Böcker den Standpunkt seiner Feuerwehrkollegen auf den Punkt.

Schluss also etwa mit der Bereitschaft, in der Freizeit ständig über einen Funkmelde-Empfänger für den Fall des Falles erreichbar zu sein. Schluss mit nach Feierabend abgenommenen Wiederholungsstunden für Rettungsassistenten, Höhenretter und Taucherstaffel. Vorbei auch mit Sicherheitswachen bei Versammlungen nach Dienstende.

"Etwa 55 Prozent der Kollegen in Oberhausen werden nach der Besoldungsstufe A 7 bezahlt - das entspricht einem Nettostundenlohn von 6,70 E", so Jörg Brandenburg. Die Wartezeit für eine Beförderung betrage - trotz ständiger Weiterqualifizierung - 20 bis 25 Jahre. Ein Dilemma, das auch Feuerwehrdezernent Dirk Buttler sieht: "Nach diesen Qualifikationen hätten in Oberhausen 63 Feuerwehrleute Anspruch auf eine Beförderung - aber der Stadt fehlt das Geld." Auf diese Notlage musste auch Oberbürgermeister Burkhard Drescher verweisen. Er versicherte aber: "Wir unterstützen die Berufsfeuerwehren auf Landesebene, damit sie - ähnlich wie die Polizei - gesondert behandelt werden."

Von Barbara Hoynacki

 
 
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Stand: März 2003 Version 2,6
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