Feuerwehr-Leute sind sauer über Gehaltskürzungen
14.10.2003 / LOKALAUSGABE / GLADBECK
Feuerwehr-Leute sind sauer über Gehaltskürzungen
Dienst nach Vorschrift schafft Probleme
Das Streichprogramm der Landesregierung macht die Beamten bei
der Feuerwehr ziemlich sauer.
Jetzt drohen sie mit Dienst nach Vorschrift und Aufgabe ihres
ehrenamtlichen Engagements.
Geht es nach der Landesregierung, so soll allen Beamten das
Urlaubsgeld gestrichen und das Weihnachtsgeld gekürzt werden.
"Ich kann die Wut der Feuerwehrleute verstehen", sagt
Gladbecks Feuerwehrchef Josef Dehling. "Schließlich
bringen die Beamten sich auch außerhalb ihrer Dienstzeiten
ehrenamtlich ein". Es sei nicht so, dass sie pünktlich
um 15.30 Uhr den Griffel fallen ließen.
Die Landesregierung, so Dehling, müsse gerade diese Kürzungen
differenzierter betrachten. "Schließlich erwartet
sie von uns, dass wir bereit stehen, uns selbst gefährden,
Tag und Nacht".
Es komme zwar nicht häufig im Jahr vor, dass Feuerwehrleute
außerhalb ihrer Dienstzeit gebraucht werden. Aber bei
größeren Einsätzen, bei Rettungseinsätzen
mit mehr als zehn Verletzten z.B., müsse man auch auf Beamte
zurückgreifen, die dienstfrei haben. Wenn die in Zukunft
Dienst nach Vorschrift machen würden, bekäme die Feuerwehr
vor Ort ein Problem.
Dabei trifft es Gladbeck nicht so hart wie andere Städte
im Kreis: "In Waltrop und Oer-Erkenschwick ist fast die
komplette Feuerwehr auch bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert.
Wenn die dort austreten, wird's eng", so Dehling.
aw
|