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DAS STICHWORT: "Kleine" Beamte behalten Weihnachtsgeld

15.10.2003 / POLITIK / MANTEL


DAS STICHWORT:

"Kleine" Beamte behalten Weihnachtsgeld


Koalitionsfraktionen mildern Kürzung ab

Die Beamten haben mit ihren Protesten gegen die Kürzungspläne der rot-grünen Landesregierung einen Erfolg erzielt. Die Landtagsfraktionen von SPD und Grünen milderten die Regierungspläne zur Kürzung des Weihnachtsgeldes für "kleine Beamte" ab.

Die Besoldungsgruppen des einfachen Dienstes und die Einstiegsgruppen des mittleren
Dienstes bis zur Besoldungsstufe A6 werden von der Senkung des Weihnachtsgeldes ausgenommen, beschlossen die Fraktionen.

Für die Besoldungsgruppen A 7 und A 8 wird das Weihnachtsgeld auf 70 Prozent gesenkt. Bisher war eine Kürzung auf 60 Prozent vorgesehen.

Für alle Besoldungsgruppen über A 8 wird das Weihnachtsgeld nur noch die Hälfte eines Monatsgehalts betragen. In diesem Punkt folgten die Koalitionsfraktionen den Plänen der Landesregierung. Damit diese "stärkere soziale Gewichtung" der Weihnachtsgeld-Kürzung
für den Landesetat kostenneutral bleibt, bitten die Koalitionsfraktionen einen Teil der Pensionäre etwas weitgehender zur Kasse.
Von der Besoldungsgruppe A 9 an soll das Weihnachtsgeld der Pensionäre nicht wie bisher geplant auf 50 Prozent, sondern auf 47 Prozent abgesenkt werden.

"Für uns gilt das Prinzip, dass starke Schultern mehr tragen als schwache", kommentierten die Fraktionschefs Edgar Moron (SPD) und Sylvia Löhrmann (Die Grünen) den Fraktionsbeschluss. Die CDU lehnt die Pläne als willkürlich und unsozial ab. "Für die Betroffenen ist das blanker Hohn", meinte CDU-Finanzexperte Helmut Diegel. "Die Beamten in NRW tragen nicht die Verantwortung für die rot-grüne Misswirtschaft." U.H.

 
 
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Stand: März 2003 Version 2,6
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