Neuer Stellenplan findet Zustimmung
24.12.2003 / LOKALAUSGABE / OBERHAUSEN
Anfang Oktober hatten Beamte der Oberhausener Berufsfeuerwehr
Oberbürgermeister Burkhard Drescher aus Protest ihre Funkmeldeempfänger
symbolisch übergeben. Gestern nahmen sie die Piepser wieder
an sich.
Sie waren in Düsseldorf, sie waren in Berlin - und selbstverständlich
haben die Oberhausener Berufsfeuerwehrleute auch in ihrer Heimatstadt
ihrem Unmut Luft gemacht. Unmut über die schlechte Beförderungssituation,
über steigendes Arbeitsaufkommen und über Kürzungen
bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Zumindest in Oberhausen ist
ein Feuer seit gestern gelöscht: Vertreter aus Politik,
Verwaltung und Feuerwehr hatten sich zusammengesetzt, die Probleme
diskutiert und nun einen funktions- und leistungsbezogenen Stellenplan
für die Berufsfeuerwehr beschlossen.
"Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, der Rest
wird sich entwickeln. Von Seiten der Stadt haben wir jedenfalls
alles getan", erklärte Burkhard Drescher. Die Berufsfeuerwehr
ist mit der Vereinbarung ebenfalls zufrieden. Jedoch: "Unser
Protest geht weiter, richtet sich aber nicht mehr gegen die
Kommune, deren Rückendeckung wir nun haben", sagt
Jörg Brandenburg, der mit seinen Kollegen etwa die Einführung
einer speziellen Feuerwehr-Laufbahn fordert. Mitte Januar werden
die Interessenvertreter der Berufsfeuerwehr bei der Bezirksregierung
vorstellig, um die verkrusteten Beförderungsstrukturen
anzuprangern.
Lösungen für die spezielle Arbeitssituation von Feuerwehrleuten
kann die Kommune indes nicht liefern - darin sind sich die Beamten
und die Vertreter aus Politik und Verwaltung einig. Lösungen
müssten vor allem auf Landesebene gefunden werden. ok
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