Stellungnahme zum Gespräch mit Herrn Engel, Mitglied
des Landtags und innenpolitischer Sprecher der FDP :
Schwerpunkt des Gesprächs war die geplante Arbeitszeitverlängerung
für Beamte auf 41 Std./Woche.
Da wir bereits jetzt mit 56 Std./Woche am Limit angekommen
sind, trifft uns die Erhöhung doppelt. Denn für den Unterschied
und die Mehrarbeit von 38 Std. für normale Beamte und 56 Std.
für Einsatzbeamte der Feuerwehr, erhalten wir Freizeitausgleichsschichten.
Davon würden bis zu 7 Schichten im Jahr wegfallen. Das bedeutet,
wir würden durch die Arbeitszeiterhöhung etwa 3 Wochen weniger
Freizeitausgleich im Jahr bekommen. Dies hat in etwa dieselbe Wirkung,
als würde man einem Angestellten mit 6 Wochen Jahresurlaub, 3
Wochen streichen. Bei gleicher Arbeitsleistung versteht sich!
Sollte diese Änderung so durchkommen, werden wir alles daran
setzten und gerne nur 41 Stunden in der Woche arbeiten anstatt wie
bisher 56. Denn dies würde ein neues Dienstzeitmodell erfordern
und allein in Oberhausen müssten bis zu 60 zusätzliche Feuerwehrleute
eingestellt werden.
Unsere Forderung: Einsatzbeamte müssen von der Arbeitszeiterhöhung
ausgenommen werden!
Diese Forderung wurde durch Herrn Engel ebenfalls unterstützt.

Ein weiterer Schwerpunkt unseres Gesprächs
war die immer weiter sinkende Motivation bei der Feuerwehr.
Im Angesicht der Tatsache, dass man in Oberhausen als
junger Feuerwehrbeamter 20 bis 25 Jahre auf eine Beförderung
von A7 nach A8 warten muß (also 120 Euro Brutto mehr !!!), war
Herr Engel schnell der Überzeugung, dass man so nicht mit Menschen
umgeht, die Tag und Nacht ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel
setzten.
Ein weiteres Thema war die geplante Abgabe unserer Funkmelder.
Unsere
Wuppertaler Kollegen haben diesen Schritt bereits getan.
Wir werden über den Rat der Stadt und dem Oberbürgermeister
einen offenen Brief, mit dem Inhalt der Problematik bei der Feuerwehr,
an den Innenminister von NRW Herrn Behrens leiten. Dies werden wir
unterstützen indem wir unsere Funkmelder von zuhause abgeben
und somit keine freiwillige Rufbereitschaft mehr leisten.
Des weiteren sind wir auf die Lebenserwartung von Feuerwehrbeamten
eingegangen, die bei nur 62 Jahren liegt. Erstaunt war Herr Engel
auch über die Tatsache, dass wir bei vorzeitigem ausscheiden
durch Krankheit mit unserer Absicherung gerade über dem Sozialsatz
liegen.
Herr Engel von der FDP hat unsere Probleme gut aufgenommen
und versprach, sich für uns einzusetzen. Wir nehmen Ihn beim
Wort!
Das anschließende Gespräch mit der Presse,
wird morgen (09.09.2003) in der WAZ und NRZ zu lesen sein.
-@ F.S.-