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Ein kurzer Bericht zum Aktionstag der 3. Wachabteilung der Feuerwache 1

in Osterfeld am 21.02.2003

Es beginnt um 6.00Uhr. Hoffentlich haben wir an alles gedacht!? Drehleiter, Abrollbehälter Leitstellenerweiterung, Info-Zelt und Tee- und Kaffeemaschinen sollen vor Marktbeginn vor Ort sein. Wir sind früh genug am Platz. Das Plakat wird aufgehangen und die Geräte in Stellung gebracht. Die Drehleiter wird auf 25m ausgefahren. Nachdem Tee, Kaffee aufgebrüht und die Brötchen belegt sind, stehen die ersten interessierten Gäste vor der Tür.

"Es ging noch Oben um mal sein Einsatzgebiet zu demonstrieren."

Große Aufmerksamkeit finden die Steckbriefe der anwesenden Einsatzkräfte. Wie alt, verheiratet, Kinder, Ausbildung als Handwerker, Feuerwehrmann mit vielen unterschiedlichen Zusatzausbildungen und die Besoldung nach A7 BBesO!!!

"Da standen unsere Qualifikationen Schwarz auf Weiß"

Da wundern sich auch die Feuerwehrleute aus den umliegenden Städten!

Die Besucherzahl steigt. Der von einigen Feuerwehrbeamten erstellte Video-Film, er ist wirklich sehr gut gemacht und praxisbezogen, sorgt für Aufmerksamkeit!

 

 

Kommentare:

„Ihr arbeitet ja auch zwischen den Einsätzen“!

Das Kartenspielen steckt noch in vielen Köpfen.

Die Politiker der im Rat vertretenen Parteien stellen sich ein.

Unseren Unmut mit klaren Worten.

Einsatzbilder, auch die die nur den Erwachsenen vorbehalten sind, stoßen auf Interesse. Fragen nach dem Grund unserer Aktionen - Beförderungssituation, steigende Abzüge, Pensionskürzungen bei Erkrankung aber auch bei frühzeitigem Tod, warum werden euch Beförderungen verwehrt - stehen im Vordergrund der Diskussionen.

 

Ein Kommentar: „Die Presse hat doch immer Verantwortliche zitiert, die von Zufriedenheit und hoher Motivation sprachen! Warum dann diese Aktionen?“

"So wurden auch einige kleine Bürger aufgeklärt"

All diese Fragen und Kommentare können erläutert und in manchen Punkten auch ausgeräumt werden.

Ein erster Gesprächstermin im politischen Kreis wird vereinbart. Aller Anfang scheint schwer!

Zum Glück steigen die Temperaturen langsam an. Trotz angemessener Schutzkleidung steigt der Frost aber an den Beinen hoch.

 

Die Höhenretter im Einsatz.

Die beiden Höhenretter werden am Abend geschafft sein. Fleißig besteigen sie die Drehleiter, hängen sich in die Sicherheitsgeschirre und zeigen ihre Einsatzmaßnahmen bei der Rettung von Personen aus größeren Höhen. Sie erfahren große Aufmerksamkeit nicht nur bei den kleinen Gästen. Viele Fotoapparate und Videokameras halten die Aktionen fest.

 

"Es war einfach ein Erfolg"

Steigende Besucherzahlen.

Die Zahl der Marktbesucher steigt stetig an und auch die örtliche Presse zeigt wieder großes Interesse. Lebensläufe, Ausbildung, Bezahlung, Freizeit und Familienleben, die steigenden physischen und psychischen Belastungen sind die Interviewthemen.

 

Wie wird der Feuerwehrmann mit schwerstverletzten und verunfallten Kindern fertig? Was nimmt der Einzelne mit nach Hause und kann man diese Situationen je vergessen?

Die Verpflegung ist gesichert

Die Tee- und Kaffeemaschinen arbeiten fleißig. Die Brötchen neigen sich dem Ende zu. Da kommt die Hilfe der Fleischerei Surmann von gegenüber. Für jeden Feuerwehrmann steht eine Portion Erbsensuppe bereit. Die Geschäftsleitung der Woolworth unterstützt uns bei der Abwicklung von menschlichen Notwendigkeiten. Wir möchten uns auch auf diesem Wege bei beiden Unternehmen recht herzlich bedanken und laden sie zu einem Besuch mit Sonderführung in die Feuer- und Rettungswache 1 an der Brücktorstraße ein.

Schlussbetrachtung

Mit ca. 1000 Unterschriften zeigten sich die Bürger mit unserer Aktion solidarisch. Es war eine gelungene Aktion, die in der nächsten Zeit noch an unterschiedlichen Orten z. B. im CentrO, auf der Elsässerstraße und im Norden der Stadt – Marktplatz Schmachtendorf - wiederholt werden soll. Erstaunt waren wir über die Unkenntnis der Gäste – Bürgerinnen, Bürger und Politiker – in Bezug auf den Leistungs- und Ausbildungsstand der Feuerwehrbeamten und der entsprechenden schlechten Bezahlung!!

Wir wünschen uns, dass von den Verantwortlichen im Bund, im Land aber auch in unserer Stadt bald positive Zeichen gesetzt werden!!!

Unsere Aktionen sollen / müssen langsam Früchte tragen!!!

Im Namen der Feuerwehrbeamten der Berufsfeuerwehr Oberhausen

Michael Böcker


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Stand: März 2003 Version 2,6
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